Dienstag, 11. November 2014

Und irgendwie wieder in Sydney gelandet ...

G'Day!

Wie die Überschrift bereits sagt, bin ich am Freitag wieder in den Zug nach Sydney gestiegen. Wie es dazu kam, folgt:
Nachdem ich mich eines Morgens aus dem Bett gequält, gefrühstückt und mich angezogen hatte, schnappte ich mir, wie üblich, Besen und Mops (Mops?? Möppe?!) und fegte und moppte (?!) guten Gewissens den Boden. Ich grüßte Sarah und Jamie freundlich und wurde mit dem üblichen „How are you going, Lou?“ zurückgegrüßt. Als ich fast fertig mit moppen war, teilte mir Jamie mit, dass sich meine Fehler häufen würden und der Pub sich das nicht erlauben könnte. Ich ließ beinahe den Mop fallen, reagierte aber einigermaßen gefasst. Ja, ich habe mich in meinem ersten Job gerade drei Wochen gehalten, dann wurde ich Hals über Kopf gefeuert.
So schnell kann das gehen. Ich war das erste Mal zuversichtlich, dass mein Plan aufgehen würde – bis Mitte Dezember arbeiten und Geld verdienen, kurz zurück nach Sydney zum Surfen und dann nach Byron Bay. Fehlanzeige. Planen ist entweder nicht meine Stärke oder es ist ein Backpackerfluch, dass jeder Plan, den man sich mühsam zusammentüftelt, entweder durch schöne Dinge oder negative, wie mein Rausschmiss hier, durchkreuzt wird.
Sei’s drum, ich bin auch ein bisschen froh, Collie verlassen zu haben. Die Arbeit war anstrengend, die Luft trocken, die Umgebung einsam und ich war auch nicht die, die ich eigentlich bin. Es ist schade um die Menschen, um Beardy Bob, um Al (hilft manchmal im Pub aus, auf einem Auge blind und zieht gerne Grimassen), um Sarah und Jamie’s Eltern, und einfach generell um die Australier. Viel entspannter, viel offener und viiel ungesitteter als Andere. Wo sonst geht man, dreckig von der Farmarbeit, in Jogginghose und durchlöchertem Hemd in einen Pub, ohne seltsam angeschaut oder gar nicht erst reingelassen zu werden; wo sonst kann man rülpsen, pupsen und schmatzen, ohne dass es jemanden stört; wo sonst redet jeder mit jedem, ohne Ausnahme? Hört sich an, als wäre ich in einem Saustall gewesen. Nein, so schlimm war es nicht. Es ist auch etwas schade um die Umgebung, die vielen Felder, die wilden Tiere, die sternenklaren Nächte und den wunderschönen Outbackianischen Sonnenuntergang. Aber das Gute ist: Die Tore ins Outback stehen mir jederzeit offen! 
Den Sonnenuntergang möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:


Hier ein paar Fotos von der Umgebung:





Langeweile in der Pause:



Und hier die sogenannten "sand monkeys" - Bäume, die im Sand wachsen und keine Ähnlichkeit mit Affen haben, aber Australier, naja .. :-D



Der Highway in Richtung Dubbo. Es hat super Spaß gemacht, ihn entlangzufahren, selbst auf dem Beifahrersitz - Klimaanlage und Musik voll aufgedreht und das Gaspedal durchgedrückt.



                                                     Die doof guckenden Kühe:



                                                          Ein Eiskaffee in Dubbo:


Und hier meine unwillkommenen Mitbewohner, ein Skorpion und ein widerlicher Tausendfüßler. Letzterer hat geknirscht, als mein Chef draufgetreten hat und ich durfte ihn netterweise wegsaugen ... BAH!!





Und zum Schluss ein Foto von Beardy Bob und Sarah (Wie PASSEND, sie WINKEEN!)


Ich bin wieder im gleichen Hostel wie zu Beginn in Sydney (da, wo der Spruch auf dem Magneten herstammt), aber auf einem anderen Zimmer. Am Sonntag war ich auf dem Newtown Festival, heute wird Karneval gefeiert (ja, leider hab ich Kölner kennengelernt .. :-D) und demnächst geht es in die Blue Mountains. Alles in allem bin ich glücklicher in Sydney - mehr zu unternehmen, mehr zu sehen, mehr junge Leute. Ist nur schade um das Geld ... Ich melde mich bald wieder, dann hoffentlich mit wunderschönen Fotos aus den Blue Mountains! 

Lou










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