Dienstag, 21. Juli 2015

The Wild Wild West

G'Day!

Ich habe soeben festgestellt, dass es einfach kein passendes deutsches Wort für ROAD TRIP gibt, denn nichts beschreibt einen Road Trip so gut wie das Wort Road Trip. Die endlosen Autofahrten, die wie im Fluge vergehen, da Musik und Menschen für Unterhaltung sorgen, die Nächte um's Lagerfeuer, während sogenannte "Road Trains" auf dem Highway an einem vorbeisausen, die wunderbaren Landschaften, kalte Nächte im Zelt, auf die ein paar Schlafentzugserscheinungen folgen, und eine absolut sorgenfreie Zeit. 
Daher habe ich mich von Perth aus auch direkt wieder zusammen mit Angelika auf die Straße gemacht und los ging es die Westküste hinauf.
Unser erster Stop war der Nambung National Park, in dem man die "Pinnacles" - lustige Steinformationen aus Limestone - bewundern kann:


Auf dem Parkplatz trafen wir auf Luca und Elia, zwei Italiener, die uns Kaffee anboten und schlossen uns ihnen für 3 Tage an.  
Weiter ging die Reise zum Kalbarri National Park, wo wir einen Halbtagesmarsch durch die Schlucht auf uns nahmen. Hier ein Foto vom "Nature's Window":


Vorbei an einem der vielen "Pink Lakes", wo wir circa 2 Stunden damit verbrachten, Steine zu werfen,


fuhren wir zum Shell Beach, wo ein Strand ganz aus Muschelschalen und ein spiegelglatter Ozean auf uns wartete:


Nach einem Umweg zum relativ enttäuschenden Shark Bay gingen wir einkaufen und trafen auf dem Parkplatz auf Alex und Luke, zwei Australier, die uns zwar keinen Kaffee anboten, aber gerade auf dem Weg zu einem Campspot waren. Also schlossen wir uns ihnen an und vorbei ging es an einem Blowhole (Endlich mal ein richtiges!)


über eine ellenlange Schotterpiste ins Paradies. Das Zelt direkt auf einer Düne aufgestellt, hinter der es zum Strand ging, konnten wir endlos viele Wale im Meer herumtollen sehen, die oft nicht weiter als 50 Meter entfernt von der Küste auftauchten (Foto leider inexistent). Nachdem wir beschlossen, noch eine weitere Nacht dort zu bleiben, machten wir uns auf den Weg zum Coral Bay, wo es schnorcheln ging:


Dort trafen wir auf ein paar Franzosen, mit denen wir uns zunächst vorbei an einigen Termitenhügeln



 auf den Weg nach Exmouth machten und gelangten schließlich an unser nördlichstes Ziel, dem Karijini National Park. 
Dort wanderten wir durch vier verschiedene Schluchten und wagten sogar den Sprung in das eiskalte Quellwasser (Beweisfoto existent aber nicht internettauglich):


Auf dem Rückweg entschieden wir uns für den Highway durch's Outback, wo wir eine komplett andere Landschaft beobachten konnten. Da war tiefroter Sand, Adler und Geier kreisten über uns, Papageien zwitscherten in den Bäumen und der ein oder andere Emu kreuzte unseren Weg. Und das alles unter einem strahlend blauen Himmel. 





Wieder in Perth angekommen, verbrachte ich noch 2 weitere Tage dort und entschloss mich, Australien zu verlassen und nach Indonesien zu fliegen. Vorgestern bin ich hier auf Bali angekommen und habe mich bereits mit dem wilden Verkehr (Regeln, Bürgersteige und Fußgängerüberwege nicht existent, Ampeln nur spärlich vorhanden und auch nicht unbedingt beachtet), unbestechlichen Taxifahrern und den unzähligen Straßenhändlern auseinandergesetzt - aber mehr dazu später!

Lou









  

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