Donnerstag, 25. Juni 2015

Through the Nullarbor

G'Day!

Nachdem ich mich fast zwei Wochen in Adelaide gelangweilt habe, traf ich auf zwei Kanadier mit einem wunderbaren Van, die sich auf der Durchreise nach Perth befanden. Ein paar Tage später schulterte ich meinen Rucksack mitsamt Zelt und wir begaben uns zusammen mit einem Franzosen auf den Weg. 
Und es folgte eine sehr, sehr lange Autofahrt mit viel Musik, guter Laune, langen Nächten ums Lagerfeuer, wunderschönen Landschaften, Sonnenuntergängen und nicht zuletzt ein paar Französischstunden.



Auf halben Wege durch Australien:


Eine Nacht ums Lagerfeuer, denn es ist Winter im Australien und ja, im Süden können die Temperaturen schonmal auf 0° in der Nacht sinken:


Riesige Sanddünen in Fowler's Bay, unserem dritten Campstop:



Und schließlich der Beginn vom "Nullarbor Plain", einer endlos weiten Landschaft ohne Bäume, Häuser oder jeglichen Zeichen menschlichen Daseins - abgesehen von dem Highway, Feuerstellen und Müll auf den Camp Sites.


Ein "Road Train", die einem immer dort entgegen kommen, wo man sie nicht erwartet und einem zuhupen, wenn sie einen Nachts ums Lagerfeuer stehen sehen:


An der Küstenseite des Nullarbors:


Mal wieder ein Sonnenuntergang:



Angekommen an der Grenze zu Western Australia, dem mit Abstand größten Staates Australiens, stellten wir fest, dass es nicht erlaubt ist, Gemüse, Obst und Samen über die Grenze zu bringen. Gut, dass wir zuvor reichlich eingekauft hatten. Da wir unseren Proviant aber nicht wegschmeißen wollten, parkten wir den Van neben der Passierstation und fingen an zu kochen, schälen und in Tüten zu packen. Wir kassierten ein paar stirnrunzelnde Blicke, aber immerhin konnten wir eine gute Stunde später die Grenze sorgenfrei passieren.




Angekommen in Esperance:


Und der Wave Rock, einer riesigen Felsformation, von der ein Teil durch das Regenwasser wie eine Welle geformt ist:


Fast am Ziel angelangt, besichtigten wir eine Höhle, in der Aborigine-Kunst zu finden war.


Und dann waren die zehn Tage auch schon vorbei und wir kamen im regnerischen, stürmischen Perth an und jeder ging seinen eigenen Weg.
Der Sturm zog zum Glück schnell vorüber und der Himmel ist seit drei Tagen strahlend blau. Perth ist eine wunderschöne Stadt und ich habe mich gleich zu Hause gefühlt. die letzten Tage war ich damit beschäftigt, mir die Stadt anzugucken. Ich war im Museum, im King's Park, in den vielen Einkaufsstraßen, auf dem Markt in Fremantle, südlich von Perth, an der Waterfront und habe eine kleine Stadtrundfahrt mit einer der "City Cats" (viertelstündlich operierende, freie Busse, die einmal die ganze Stadt umrunden) gemacht. 
Außerdem habe ich mir ein neues Hobby für die Abende, die man nicht in einer Bar verbringt, gesucht - Armbänder flechten! 
Und jetzt sitze ich MAL WIEDER in der Bibliothek und plane meine Weiterreise in den Norden, damit ich endlich mal wieder meinen Bikini auspacken kann! Da mir Perth jedoch sehr gefällt, werde ich wahrscheinlich noch ein bisschen Zeit hier verbringen, bevor es weitergeht. 


Lou


Mittwoch, 3. Juni 2015

The Great Ocean Road

G'Day!



Und da bin ich schon wieder, aber ich dachte, die Great Ocean Road hat ihren eigenen Post verdient, denn sie trägt nicht umsonst ihren Namen und nicht umsonst ist sie eine der "Must-Does" Australien.
Mit dem Vorhaben, mir ein Auto zu mieten und alleine loszufahren, kam ich nicht recht voran, denn ich war schlichtweg zu faul und mir gefiel es in Melbourne gerade viel zu gut. Nach ein paar Tagen traf ich Simon, der den gleichen Plan hatte. Drei Tage später hatten wir uns ein Auto gemietet und es ging los. 
Unser erster Stop war Torquay, das am Eingang der Great Ocean Road liegt und mit seiner Nähe zum Bells Beach, einem weltberühmten Surfstrand, eines der Surfmekkas Australiens ist. Uns erwarteten jedoch leere Strände und Einkaufsstraßen, da der kühle Herbst die meisten Einwohner und Touristen in den Norden treibt. 



Aus dem Sonnenschein wurde bald Regen, aus dem Regen wieder Sonnenschein und aus dem Sonnenschein schließlich Regen und Sonnenschein. Was ergibt das? GENAU:



Die erste Nacht verbrachten wir in Apollo Bay in einem wunderbar gemütlichen Hostel mit Blick auf's Meer (man siehe Foto 2 oben). Dann ging es weiter, vorbei an


nach Cape Otway, wo man für ein paar Dollar auf einen Leuchtturm steigen, in ein Dinosauriermuseum gehen und eine Aborigine-Austellung besichtigen kann. Das einzig wirklich interessante war der Leuchtturm und die Sicht auf die tosenden (!) Wellen.



Und vorbei an noch mehr tosenden Wellen


fuhren wir zum bekanntesten, offiziellen Highlight der Great Ocean Road, den 12 Aposteln. Von denen es allerdings nur 11 gibt, von denen man von der Aussichtspunkt aber nur 7 ausfindig machen kann. Australier eben.


Unser letzter Stop war die vor einigen Jahren eingebrochene London Bridge, hinter der wir einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten konnten:



Die zweite Nacht verbrachten wir in Warrnambool, wo die Great Ocean Road ihr Ende findet. Am letzten Tag ging es auf dem schnelleren Weg wieder nach Melbourne, nicht ohne einen Stop im relativ unspektakulären Geelong einzulegen.


Am selben Tag nahm ich den Nachtbus nach Adelaide, in dem ich Dank ein paar Abschiedsbier in Melbourne ziemlich gut schlafen konnte. 
Und nun bin ich in Adelaide, das Wetter ist wunderschön (wenn es nur nicht so kalt wäre ... ) und ich sitze in der Bibliothek. Gestern habe ich mir ein Fahrrad geliehen (denn es ist FREE, ein Backpacker-Traum!) und bin fünf Stunden lang durch die Stadt geradelt ... und habe eigentlich so gut wie alles gesehen, was es zu sehen gibt. Naja, nicht alles. Aber mir war heute einfach nicht nach Sightseeing, irgendwann sieht dann doch alles gleich aus. 
Mehr gibt es auch nicht zu sagen, wo es als nächstes hingeht steht wie immer in den Sternen!

Lou