Freitag, 27. Februar 2015

TASSIE!

G'Day!





Da oben seht ihr, was in den letzten 12 Tagen mein zu Hause war.
In Tasmanien, oder auch Tassie, wie die Einwohner es nennen, angekommen, ging es 2 Nächte später los, um diese wunderbare Insel zu erkunden. Das Auto bis zum letzten Rand mit Menschen, Gepäck, Essen und Camping-Ausrüstung gepackt, ging es zunächst - mit ein paar Schwierigkeiten, wenn es bergauf ging - Richtung Süden nach Southport, wo auch schon der erste Strand auf uns wartete.


An unserem ersten Stop, befindlich wieder etwas weiter nördlich von Southport, wurde das erste Mal unser Zelt aufgebaut und war doch kleiner als gedacht. Nach einer wegen Platzmangel durchzechten Nacht wurde das Zelt wieder eingepackt und es ging weiter zum ersten Nationalpark, dem Mt. Field National Park, wo wir die ersten Wanderungen auf uns nahmen. 












  -- Ich entschuldige mich an dieser Stelle für jegliche falsche Zuordnung meiner eigenen Fotos, aber ich kann es mir einfach nicht merken. Dazu kommt noch, dass ich nicht überall Fotos gemacht habe und die Fotos von den anderen noch nicht habe. Ich dokumentiere hier also nur einen Großteil von dem Trip. Ich entschuldige mich auch für Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler sowie meine Schreibweise gerade, aber ich bin einfach müde. Einschub Ende --

Der nächste Nationalpark-Stop war der Cradle Mountain - Lake St. Clair National Park, in dem man den berühmten Overland Track, eine mehrtägige Wanderung durch das Paradies, gegen eine Gebühr in Angriff nehmen kann. Da unsere Zeit und das Budget jedoch begrenzt waren, entschieden wir uns für einige kleine, kürzere Wanderungen durch den Park. Oben angekommen, standen wir vor einer schier undurchdringlichen Nebelwand.



Durch Launceston, der zweitgrößten Stadt Tasmaniens, wären wir eigentlich zum Mt. William National Park gefahren, hätte uns nicht ein Truck aufgehalten, indem er uns den Spiegel abfuhr und die linke Seite zerdrückte, sodass die Beifahrertür nicht mehr zu öffnen war. Nach langer Diskussion mit unserer Autovermietung und zum Teil mit Hilfe von Andrew, dem Truckfahrer, der zum Glück in typischer OZ-Mentalität ziemlich gelassen war, ergatterten wir uns ein neues Auto, indem wir das beschädigte zurück nach Hobart kutschierten. Also wurde das hier


durch das hier


ersetzt und wir entschieden uns, die Ostküste hinauf statt herunter zu reisen.

Der nächste Stopp war der Freycinet National Park, in dem man die Wineglass Bay, einem wie ein Weinglas geformten, wunderschönen Küstenabschnitt, bewundern kann.


Anschließend ging es weiter am Bay of Fires und am Coles Bay, wo das untere Foto entstanden ist, zum Mt. William National Park, indem ich allerdings keine Fotos gemacht habe. 


Um es zusammenzufassen: Tasmanien ist einfach wunderschön!

Seit vorgestern bin ich nun wieder in Hobart (wovon ich auch noch keine Fotos gemacht habe) und mal wieder mit der Jobsuche beschäftigt. 

Und das war's auch schon wieder von mir!

Lou













Donnerstag, 12. Februar 2015

Loveable liveable Melbourne

G'Day!

Als ich aus dem Auto stieg und den ersten Fuß auf Melbourner Boden setzte, mochte ich es absolut nicht. Laut, grau, langweilig. Der Freeway direkt über dem Hostel, "Macca's" direkt vor der Tür und das Hostel war ein langweiliger grauer Kasten. 
Dann begab ich mich das erste Mal in die Innenstadt, ein kleines Labyrinth aus Einkaufsstraßen, engen, einfarbigen Gassen und denjenigen Gassen, in denen man die berühmte Melbourner Straßenkunst betrachten kann. Mittendrin Gebäude aus einer anderen Zeit, die neben den modernsten Hochbauten stehen und überall bemalte oder uralte Straßenbahnen, die gemächlich durch die Straßen zuckeln. Neben der Central Station der Federation Square, einem kleinen, friedlichen Platz mit freiem WLAN, Cafés, Restaurants und zwei großen Leinwänden, auf denen die zahlreichen Sportevents wie die Australian Open, die Cricket-Weltmeisterschaft oder das Great Ocean Road Race übertragen werden. Drumherum prächtige Gebäude wie das Parliament House, das Royal Exhibition Building und der Shrine of Remambrance, der am Rande der Royal Botanic Gardens von Melbourne steht. Mittendrin der Yarra River, der die Innenstadt und die nördlichen Stadtteile von den südlichen trennt. Und dann, im Süden, natürlich der große, weite Ozean mit kleinen Stränden, an denen man sich den Sonnenuntergang anschauen kann und manchmal sogar den ein oder anderen Pinguin sieht. 
Aber seht selbst:

Der Federation Square mit der Central Station im Hintergrund. An den blauen Buden werden Tickets für die Australian Open verkauft:


Die Central Station und davor der City Circle, einer freien Tram, die einmal um die ganze Innenstadt herumfährt und etwas über die ein oder andere Sehenswürdigkeit erzählt:


Der Yarra River bei Nacht:


Und noch einmal der Federation Square beim Tennis gucken:


Schlösser auf einer der vielen Brücken über den Yarra River:


Nochmal der Yarra River bei Nacht:


Hier das Riesenrad in den Docklands, einem Stadtteil nordwestlich der Innenstadt. Hier habe ich auch am 26. Januar den Australia Day verbracht. Zum Abschluss gab es ein riesiges Feuerwerk, mein erstes Feuerwerk in Australia!


Der Shrine of Remambrance:


Und China Town darf natürlich auch nicht fehlen:



Der St Kilda (dem beliebtesten Stadtteil für Strand und Clubs) Pier bei beginnendem Sonnenuntergang (danach ist die Sonne hinter den Wolken verschwunden, gnaah):


Uund ein Pinguin in St Kilda:


Einen Abend war ich auf dem Eureka Skydeck, einem 300 Meter hohen Gebäude ähnlich dem Sydney Tower Eye, aber höher, schneller, weiter, ... . Nein, wirklich, der Aufzug rast mit 9 Metern pro Sekunde die 88 Stockwerke hinauf und die Aussicht ist einfach unglaublich. 



Und zum Schluss mein ganz persönliches Highlight, der Queen Victoria Market, einem großen Marktgelände, auf dem man tagsüber günstig Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und einfach ALLES kaufen kann. Mittwochsabends findet ein Nachtmarkt mit Musik, Bars und Gerichten aus aller Welt statt. Für mich gab's Poffertjes und einen Krokodilburger, yumm!




Und, fast vergessen, mein zweites persönliches Highlight: Die Graffiti-Gassen, die sich überall verstecken, wo man sie nicht erwartet. Leider hatte ich nicht immer meine Kamera dabei, aber man muss ja auch mal was für sich behalten ... 


Wie man sieht, ist Melbourne alles andere als grau und langweilig, man muss nur manchmal etwas suchen.

Und trotzdem konnte ich das alles nicht immer wirklich genießen, denn es war mir egal. Denn manchmal ist es einem egal, wie viel Freiheit man hier hat, wie viel es zu sehen gibt, was für unglaubliche Landschaften und Geschichten dieses Land zu bieten hat, wie viele wunderbare Menschen man trifft, wie viel man lernt, wie viel man sieht. Denn manchmal ist man müde davon, ständig jeden Cent umzudrehen, müde davon, immer in ein volles Hostelzimmer zurückzukehren, müde davon, niemals irgendwo zu Hause zu sein. Müde von Egg & Bacon Rolls, Weißbrot, Domino's Pizzen, Hitze, Sonnencreme, Nudeln mit Pesto, besetzten Duschen und Toiletten. Und dann wünscht man sich einfach nach Hause in sein eigenes Bett vor den Fernseher.
Der Ursprung dieser Phase lag vermeintlich darin, dass ich die ersten zwei Wochen hier mit der Jobsuche verbracht habe, nur um schließlich das erste und einzige Jobangebot, das ich bekommen habe, sausen zu lassen und den nächsten Flug nach Tasmanien, einer Insel südsüdöstlich von Melbourne zu buchen. Denn ich musste eine Entscheidung treffen und das ist eines der wenigen Dinge, die mir hier sehr schwer fällt, denn es gibt so unendlich viele Möglichkeiten. Letztendlich habe ich mich dann so weit gebracht, dass ich einfach nicht mehr wusste, was ich wollte, nicht wusste, wo und ob ich mich wohl fühle, was dann der Ausschlaggeber für mich war, Melbourne zu verlassen.

Aber nun genug des sentimentalen Erbrechens von Gedanken (Oh man ... :-D) - ich habe diese Phase überstanden und freue mich auf meine Zeit in Tasmanien!

Von meinen Plänen werde ich hier nichts berichten, es kommt sowieso alles anders UND:

THE BEST PLAN IS NO PLAN.

Lou